Jagd ist Naturschutz - und wunderschön.

Wer meint, diese schönen Blühstreifen gäbe es erst seit dem Bienen-Volksbegehren, der irrt gewaltig. Man könnte sogar etwas zynisch behaupten, wir Jäger waren schon grün, als es Die Grünen noch gar nicht gab.

Denn wir Jäger legen schon seit vielen Jahren Blühstreifen an - nur, dass wir sie profan "Wildacker" nennen. Nun gut - hier müssen wir noch ein wenig an unserer Außenkommunikation arbeiten.


Der Sinn und Zweck dieser von uns bewirtschafteten und oft vom eigenen Geld gepachteten Wiesen und Felder ist, den heimischen Wildarten Nahrung und Rückzugsmöglichkeiten zu geben. Diese Nahrungskette beginnt mit den Insekten, die Vögeln und Kleinsäugern so gut schmecken. Denn wo die sich wohl fühlen, da bleiben sie auch - und ziehen weitere Wildarten an.


Mit unseren unzähligen Blühstreifen ist es uns gelungen, viele bereits aus der Landschaft verschwundene Arten wieder anzusiedeln und die meisten von ihnen sind nicht einmal jagdbar!

Das spielt auch keine Rolle, denn wir Jäger erfreuen uns an ihnen genauso wie jeder andere geneigte Beobachter. Zudem sind diese Arten oft Anzeiger einer guten Flora und Fauna.


So ist es uns gelungen, dass zum Beispiel Kiebitz, Goldammer, Hasen, Fasane oder auch Feldlärchen wieder vermehrt zu sehen sind.


Und ganz nebenbei sehen diese Flächen einfach super aus!


Eine Bitte zum Schluss: lasst diese Flächen der Natur. Betretet sie nicht, pflückt keine Blumen. Sonst ist es auch in diesen kleinen Oasen bald mit der Ruhe vorbei.

Geniesst den Anblick, lauscht der Natur und habt Respekt vor dem Wilden.